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Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung

Ernst Bloch steht philosophisch in marxistischer Tradition. Die Marxsche Analyse der Gesellschaft als einer Klassengesellschaft gilt auch für Bloch, allerdings nicht in der Weise, dass sich Bloch zu einem Vertreter des real existierenden Sozialismus expressis verbis bekannt hat. Bloch huldigt mehr dem jungen Marx, kehrt ein enthusiastisch utopisches Element heraus.

Die Hoffnung stellt eine ontologische Grundkategorie Blochs dar. „Der Affekt des Hoffens geht aus sich heraus, macht die Menschen weit, statt sie zu verengen.“ Im einzelnen Tagtraum vom besseren Leben manifestiert sich diese Hoffnung zunächst. „Das Leben aller Menschen ist voll von Tagträumen durchzogen, darin ist ein Teil lediglich schale, auch entnervende Flucht, auch Beute für Betrüge, aber ein anderer Teil reizt auf, lässt mit dem schlecht Vorhandenen sich nicht abfinden. Die Hoffnung als docta spes, als aktiv begriffene Hoffnung darf nicht beim individuellen Tagtraum vom besseren Leben, vom Novum, stehen bleiben, sondern muss kollektiven Charakter bekommen. Philosophie der Hoffnung wird somit zum "Gewissen des Morgen, Parteilichkeit für die Zukunft". Philosophie der begriffenen Hoffnung steht an der Front zur Welt, sie will zum Novum gelangen. In der Hoffnung wird die reale Möglichkeit eines Noch-Nicht-Dagewesenen antizipiert. Philosophie der Hoffnung als real-mögliche an der Front der Welt ist zugleich auch Ultimum.